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Bananensorten

Bananen

Bananen

Bananensorten
Die Banane (Musa var. sapientum) gehört zur Familie der Bananengewächse (Musaceae). Innerhalb der Familie der Musaceaen unterscheidet man 3 Gattungen (Musa, Ensete und Musella) mit insgesamt etwa 100 Arten. Die Gattung Musa wird wiederum in 3 Sektionen unterteilt (Musa, Callimusa und Ingentimusa). Weltweit gibt es laut Professor Rony Swennen vom Institut für Biosysteme der Uni Leuven, dem weltweit führenden Bananen-Forschungszentrum, über 1200 Sorten, Kreuzungen und Varianten.
Unter dem Gesichtpunkt der Nutzung kann man drei verschiedene Bananentypen unterscheiden:
1. Obstbananen, Dessertbananen (Musa x paradisiaca).Sie schmecken süß und werden meist roh verzehrt. Fast alle in den Europäischen Supermärkten angebotenen Bananen sind Obstbananen der Cavendish Gruppe.
2. Kochbananen, Mehlbananen. Haben eine mehlige Konsistenz und sind nur gegart genießbar. Die Kochbanane ist in vielen tropischen und subtropischen Regionen Amerikas, Afrikas und Asiens ein Grundnahrungsmittel (ähnlich wichtig wie die Kartoffel in Europa).
3. Faserbanane, Textilbanane. Aus den Blattscheiden werden Fasern (Manilafaser) gewonnen. Die Fasern werden zu Tauen, Fischnetzen, Hängematten, Teppichen, Filtern und Zigarettenpapieren verarbeitet. Die Früchte sind nicht zum Verzehr geeignet.

Banane Historie

Musa Troglodytarum

Musa Troglodytarum

Banane Herkunft und Historie
Die Banane stammt ursprünglich aus Südostasien. Sie zählt zu den ältesten Kulturpflanzen der Erde und ihre Historie reicht tausende Jahre zurück. Bereits etwa 600 Jahre vor unserer Zeitrechnung wird sie in buddhistischen Texten erwähnt. Im Jahr 327 v.Chr. kam Alexander der Große beim Indienfeldzug als erster Europäer in den Genuß der Banane. Arabische Händler brachten die Banane dann ca. 650 Jahre nach Chr. nach Ägypten und Palästina, von wo aus sie entlang der Karawanenrouten durch die Sahara bis nach Westafrika kam. Von den Arabern stammt auch ihr Name (arabisch banan = Finger). Mit den Portugiesen gelangte die Banane etwa um 1500 n. Chr. auf die Kanarischen Inseln und kurz danach auf die Karibischen Inseln und nach Mittelamerika. Der Botaniker Carl v. Linné gab, als er 1753 die Flora der Welt klassifizierte, der Banane ihren wissenschaftlichen Namen
Musa sapientum” (nach dem Arzt Antonius Musa). Nach Europa kam die Banane im Jahr 1885 n. Chr. Heutzutage sind die bedeutendsten Anbauländer Brasilien, Indien und Thailand. Die wichtigsten Exportländer sind jedoch
Ecuador, Costa Rica, Kolumbien, Honduras, Philippinen, Panama und Guatemala. Bananen können dank dem tropischen Klima das ganze Jahr über geerntet werden.